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Minarettinitiative: 10 Fragen - 10 Antworten
Warum und wozu Religionsfreiheit?
«In der Mitte unseres evangelischen Glaubens ist die Freiheit, die Gott durch Jesus Christus schenkt. Es ist die Freiheit für ein Leben in Verantwortung und Achtung vor Andersdenkenden und Andersgläubigen. Die Religionsfreiheit ist aus dem Geist des christlichen Glaubens erwachsen, obwohl sie zu erheblichen Teilen auch in den christlichen Grosskirchen erstritten werden musste.»
Thomas Wipf
In der Sprache der demokratischen Verfassungen und der Menschenrechte werden diese staatlichen Schutzpflichten unter dem Begriff ‹Religionsfreiheit› zusammengefasst. Es gibt sie in positiver und negativer Form: positiv als Schutz des religiösen Bekenntnisses einer jeden Person und negativ als Schutz davor, zu einer Religion oder zur Beibehaltung eines Glaubens gezwungen zu werden. Der Staat selbst verhält sich bewusst religiös neutral, er schreibt weder eine Religion vor, noch verbietet er sie. Nach christlichem Verständnis wäre das auch gar nicht möglich, denn: Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg 5,29). Aus christlicher und erst recht reformierter Sicht muss jede Forderung und jeder Zwang zu einem bestimmten Glauben entschieden zurückgewiesen werden.
Und weil Glauben nicht Menschen- sondern Gotteswerk ist, hat kein Staat das Recht, Glaubensgehorsam von seinen Bürgerinnen und Bürgern einzufordern oder einen anderen Glauben zu verbieten.
...nächste Frage: Was will die Minarett-Initiative?
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