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Reformierte Bekenntnisse

Seit 2006 hat eine gesamtschweizerische Initiativgruppe unter der Leitung von Pfr. Dr. Matthias Krieg eine Sammlung von Glaubensbekenntnissen zusammen gestellt mit dem Ziel, die Diskussion um ein reformiertes Bekennen in der Schweiz zu lancieren. Weil eine solche Diskussion gesamtschweizerisch nur im Rahmen des SEK geführt werden kann, wurde eine Motion in der Abgeordnetenversammlung des SEK vom Sommer 2009 eingereicht. Der Rat SEK wurde beauftragt, eine Vernehmlassung zum zweisprachig vorliegenden „Werkbuch Bekenntnis“ einzuleiten und deren Ergebnisse auswerten zu lassen.
Zwischen Oktober 2009 und Januar 2010 wurde das Werkbuch Bekenntnis auf Beschluss der kantonalen Kirchenexekutiven allen Kirchgemeinden zugesandt. Von Juli 2010 bis Juni 2011 war eine Online-Vernehmlassung zum Werkbuch Bekenntnis offen. Darin ging es um folgende Fragen:
- Welche Funktionen können Bekenntnisse aus dem Werkbuch in Gegenwart und Zukunft erfüllen?
- Soll ein gemeinsam gesprochenes Glaubensbekenntnis in der Schweiz zur Ordnung des Gemeindegottesdienstes gehören?
- Welche Reaktionen löst das „Credo von Kappel“ aus?
- Soll ein gemeinsamer Glaubenskurs/Katechismus für die Bildungsarbeit erarbeitet werden?
Der SEK dankt allen, die sich an der Vernehmlassung beteiligt haben.
Auf der Grundlage einer statistischen Auswertung wird im Institut für Theologie und Ethik des SEK eine theologische Auswertung der Vernehmlassungsergebnisse vorgenommen. 2012 wird ein Zwischenbericht an der Sommer-Abgeordnetenversammlung des SEK Schritte der Weiterarbeit vorschlagen.
Deutlich ist, dass die Vernehmlassung die Diskussion um das Bekennen nicht abschliesst, sondern eröffnet. Die Frage nach evangelisch-reformiertem Bekennen und gemeinsamen Bekenntnistexten kann letztlich nur auf der Basis einer gemeinsamen Diskussion über die geglaubten Inhalte gelöst werden. Gerade hier bleibt viel zu tun. Dazu wird der SEK weitere Projekte anregen.
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