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ref-credo.ch
RB 18: Ein Glaubensbekenntnis
En allemand- Wir glauben an Gott, den Schöpfer.
- Ihm allein verdanken wir alles Leben.
- Ausser ihm ist niemand,
- der Leben schaffen und zerstörtes Leben neu ins Dasein rufen kann.
- Wir bekennen unsere Schuld.
- Uns selbst haben wir zum Mass der Schöpfung gemacht
- und Gottes Liebe zu allem, was er schuf, vergessen.
- Das Leben der anderen Kreatur haben wir missachtet,
- Lebensräume zerstört und letzte Grenzen überschritten.
- Wir sind dabei, die ganze Erde zu vernichten.
- Gott aber, der Schöpfer und Erhalter dieser Erde,
- zieht seine Hand nicht zurück.
- Gegen alle Mächte, die zerstören,
- bleibt er der Herr über alle Kreatur.
- Dafür danken wir.
- Wir glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn.
- In ihm hat Gott sich auf unsere Seite gestellt.
- In seinem Tod hat er sich zur Ohnmacht bekannt,
- durch seine Auferweckung die Macht der Welt überwunden.
- Wir bekennen unsere Schuld.
- Wir setzen auf die Macht der Welt
- und wenden uns ab, wo Unrecht geschieht.
- Wir zeigen auf Schuldige
- und geniessen die Früchte ihrer Taten.
- Wir waschen unsere Hände in Unschuld
- und überlassen anderen die Last, sich zu entscheiden.
- Auch wir haben Christus gekreuzigt.
- Er aber hat unsere Schuld auf sich genommen und die der ganzen Welt.
- Er bekennt sich zu denen, die Unrecht und Gewalt leiden.
- Er schafft Recht denen, die Tag und Nacht zu ihm schreien.
- Durch seine Auferstehung von den Toten
- macht er uns frei von unserer Angst.
- Darauf verlassen wir uns.
- Wir glauben an den Heiligen Geist.
- In ihm schafft Gott neues Leben,
- errichtet sein Reich unter uns
- und wird es vollenden am Ende dieser Zeit,
- wenn er richten wird über uns und alle Menschen
- und an den Tag bringt, was jetzt verborgen ist.
- In ihm sammelt Gott seine Kirche in der Gemeinschaft
- des Glaubens und der Nachfolge.
- Wir bekennen unsere Schuld.
- Statt auf das kommende Reich zu vertrauen,
- vertrauen wir auf diese Welt, die vergeht.
- Statt uns brauchen zu lassen als Werkzeuge der Hoffnung,
- fürchten wir uns vor der Zukunft, die wir selber machen.
- Statt uns alle um den einen Tisch zu versammeln,
- haben wir uns eingerichtet in der Zerrissenheit.
- Wir bauen mit an den Mauern zwischen Ost und West,
- zwischen Süd und Nord,
- zwischen arm und reich.
- Der Heilige Geist aber
- ist grösser als unser Herz und unser rechnender Verstand.
- Er lässt uns Gottes Treue spüren, wenn wir uns selbst nicht mehr trauen.
- Er gibt uns Zukunft, wo wir rückwärts schauen.
- Er schenkt ewiges Leben, wo wir uns gegenseitig Gräber graben.
- In ihm erneuert Gott sein Volk bis an den Tag,
- da sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit anbricht.
- Davon leben wir.
- Amen.
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