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Apartheid
Der SEK, die Apartheid und Südafrika

Auf Einladung des südafrikanischen Kirchenrates (SACC) besuchte eine Delegation des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) im Herbst 2001 Südafrika. Die neunköpfige Delegation, in der auch Vertreterinnen und Vertreter des Hilfswerks HEKS sowie der Missionsorganisationen DM échange et mission und mission 21 vertreten waren, setzte sich im Rahmen der zehntägigen Reise intensiv mit der kirchlichen und gesellschaftlichen Realität des Nach-Apartheid-Südafrikas auseinander. Dabei zeigte sich die SEK-Delegation tief beeindruckt von den Begegnungen mit den Einheimischen, die sich trotz gewaltiger Herausforderungen (Armut, Arbeitslosigkeit, AIDS-Epidemie) voller Hoffnung am Aufbau einer friedlichen und gerechten Gesellschaft beteiligen.
Mit den Gastgebern des SACC unterhielt sich die Delegation intensiv über die Apartheid-Vergangenheit und die anstehende schwierige Wahrheitssuche und Versöhnungsarbeit sowie auch die enorme Last der finanziellen Schulden aus der Apartheidszeit. Die Delegation stellte dabei selbstkritisch fest, dass sowohl die Rolle der Schweizer Kirchen wie auch die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen der Schweiz zu Südafrika zur Zeit der Apartheid einer Aufarbeitung bedürfen.
Im Anschluss an die Delegationsreise setzte sich der Schweizerische Evangelische Kirchenbund kritisch mit der eigenen Südafrika-Vergangenheit auseinander und präsentierte im April 2004 entsprechende Studien.
Er hat zudem in Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) einen Konsultationsprozess mit der Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA) gestartet – die Reformierten Europäischen Südafrika-Konsultation (RESAC).
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